„Das passt mir jetzt aber gar nicht…“

Profi und Profi-Lehrling: Timo Bracht (rechts) und Peter

Profi und Profi-Lehrling: Timo Bracht (rechts) und Peter

…dieser Satz fiel spontan, als mich ein Mitarbeiter der Agentur Roth und Lorenz aus Stuttgart anrief.

Was war geschehen? Nun – warum auch immer – habe ich an einem Gewinnspiel von runnersworld.de teilgenommen. Es galt einen Startplatz für den Ironman Frankfurt zu gewinnen. Aber das allein war es ja nicht, das Gesamtpaket war verlockend.

Zusätzlich hätte man nämlich noch einen Trainingstag mit dem Power Horse Triathlon Team erleben dürfen, während des Aufenthaltes in Frankfurt konnte man im Race Hotel, dem Interconti nächtigen, es wurde zudem für die An- und Abreise sowie für den gesamten Aufenthalt die neue V-Klasse von Mercedes zur Verfügung gestellt.

Aber – ich gewinne ja eh nicht! Und dann fiel mir auch noch auf, dass am gleichen Tag in Düsseldorf der t3 Triathlon stattfindet. Hier eingebunden die von mir initiierte erste Fortuna Düsseldorf Triathlon Vereinsmeisterschaft. Da muss ich als „Cheffe“ doch dabei sein!

„Das passt mir jetzt aber gar nicht“ war also meine spontane Reaktion, als mich der Mitarbeiter der Agentur zu meinem Gewinn beglückwünschte. *g

Nun, kurze Rede langer Sinn. Natürlich habe ich mich nach reiflicher Überlegung (circa zehn Minuten) beim Ironman Frankfurt angemeldet und die Agentur entsprechend informiert. Danach ging alles sehr schnell.

Eine Woche später schon ging es nach Eberbach, dem Sitz des Power Horse Triathlon Teams und Heimatstädtchen von Timo Bracht. Für einen Tag war ich dann Gast des kompletten Teams. Zur Erinnerung: Dieses besteht aus Timo Bracht, Jan Raphael, Georg „Little“ Potrebitsch,  Horst Reichel und Niclas Bock.  Und alle waren da.

Am Morgen ging es dann vor dem Frühstück los – Schwimmtraining mit dem Team. Da war ich dann aber sowas von fehl am Platze. Aber das Freibad war toll, die für das Schwimmtraining der Profis abgesperrten Bahnen großzügig, die Landschaft wunderschön.

Während also Timo Bracht für das Team die Übungen vorgab, unterhielt ich mich im Wasser derweil mit der Frau von Bracht, die ebenfalls Triathletin ist, wenngleich auch „nur“ olympische Distanz, wie sie betonte. Aber auch sie schwamm mir in einem beeindruckend schönen Kraulstil davon. *g

Ich begnügte mich damit, ein paar Bahnen zu schwimmen und immer wieder bewundernd die neben mir delphingleich schwimmenden Athleten zu bewundern. Erklärend sei gesagt, die Jungs hatten alle Neopren an, ich hingegen nicht. *g

Anschließend folgte ein ausgedehntes Frühstück. Hier stießen dann zwei weitere Gewinner sowie Thilo von der Agentur und ein Fotograf zum Team (zu dem ich jetzt gehörte, als Profilehrling, für einen Tag). Die ersten Fachgespräche wurden geführt, Fragen gestellt und ausführlich beantwortet. Blicke auf die Teller der Athleten, was frühstückt denn so ein Athlet, der die Langdistanz in acht Stunden finished? Und schnell das gleiche geordert – denn der Tag sollte lang werden.

Es ging wieder ins Schwimmbad, diesmal Techniktraining für mich und die anderen beiden Gewinner von  Mercedes. Mir wurden nach gut 50 Metern schon die ersten Missstände vor Augen geführt (aber darauf gehe ich jetzt hier nicht näher ein *g).

Lauftraining – auch hier mit vielen interessanten und hilfreichen Übungen, die vom Physio des Teams, Dirk Lederer,  geleitet wurden. Sofort erkannte er bei mir die Folgen des Ende letzten Jahres erlittenen Unfalls. Meine Hüfte respektive das Becken sei noch sehr instabil. Ich bewege es mehr zur Seite – was Kraft kostet – denn nach vorne – was ökonomischer wäre. Hier ist noch viel Arbeit (Rumpfstabilitätsübungen)  vonnöten.

Bei allen Übungen dabei – der Fotograf und, natürlich Mercedes, als Co-Sponsor.

Bei strahlendem Sonnenschein folgte das Mittagessen auf dem Marktplatz vor meinem Hotel, bevor es dann zur Radausfahrt kam. Bevor wir jedoch die Hausrunde von Timo Bracht abfahren konnten, hieß es auch hier wieder: Fotoshooting!

Der Mercedes im Hintergrund, vor uns mit geöffneter Heckplatte der zweite Wagen der neuen V-Klasse, von wo dann der Fotograf etliche Fotos schoss. Man fuhr, lächelte, hörte das ständige Klicken der Kamera, wechselte die Position, lächelte, fuhr weiter, ließ sich zurück fallen.  Die Fotos, ungezählte, sind wirklich toll und sehr professionell geworden.

Der Tag war genial, und bleibt mir lange in der Erinnerung. Ein Preis, den man sich nicht einfach kaufen kann. Die Aufnahme durch das Team war klasse, freundschaftlich und von gegenseitigem Respekt geprägt.

Kurze Zeit später traf ich dann Jan Raphael beim Ironman Frankfurt wieder, kommendes Wochenende den Timo Bracht und Niclas Bock in Roth.

DNF beim Ironman Frankfurt – trotzdem nach Roth zur Challenge!

Ironman Frankfurt – tja, das war dann allerdings nichts. Die Verletzung (Beckenringfraktur) war wohl noch nicht ganz ausgeheilt, die ersten Probleme bekam ich in der zweiten Radrunde, und nach knapp fünf Kilometern auf der Laufstrecke habe ich abbrechen müssen. So gerne hätte ich das Paket mit einem glorreichen Finish auf dem Römer abgeschlossen. Aber die Gesundheit geht vor.

Nun fahre ich nach Roth, denn dort war ich ja seit letztem Jahr angemeldet. Allerdings habe ich mir jetzt schon ein erfolgreiches Abschneiden abgeschminkt. Aber das Schwimmen im Kanal, und ein – eventuell zwei Radrunden – will ich dann doch absolvieren…

Nachsatz: Der Bericht zum Frankfurter Ironman von Oliver kann – was die Radstrecke betrifft – leider nur bestätigt werden. An den ehemaligen Stimmungsnestern, wo man sein eigenes Wort nicht verstand, diesmal nur gähnende Leere. Als ich in die berüchtigte Kopfsteinpflasterpassage einbog (The Hell), kaum ein Zuschauer, am Hühnerberg wäre ohne Hannes und seine Crew gar kein Zuschauer gewesen. In Bad Vilbel waren Leute da, aber im Vergleich zu den Anfangsjahren wurde man als Athlet schon sehr wehmütig, wenn man an die Massen der vergangenen Zeit dachte.

 

 

 

 

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Ein Kommentar zu „Das passt mir jetzt aber gar nicht…“

  1. Volker sagt:

    Hallo Peter,
    mir ist auch aufgefallen dass auf der Radstrecke mit Ausnahme Bad Vilbel u. „The Hell“ in der zweiten Runde nicht so viel los war wie in früheren Jahren. Dafür war in Frankfurt und auf der Marathonstrecke die Hölle los.
    Grüße
    Volker Bentz

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