Ist es das Alter?

Schon wieder ist die Vorbereitung auf die Wettkämpfe empfindlich gestört worden.

War ich in der Vergangenheit gebeutelt von Stürzen und Verletzungen, so erwischte mich diesmal eine Lungenentzündung.

Begonnen hatte es aber bereits im März. Ein starker Asthmaanfall machte die Teilnahme am Halbmarathon im niederländischen Venlo unmöglich. Dafür aber verlief das kurz darauf folgende Trainingslager auf Mallorca nahezu optimal. Kein Ausfalltag, gute Beine und viel Spaß versprachen eine erfolgreiche Saison.

Aber allzu sicher sollte man halt nie sein.

Zurück von der Insel wurde ich kurze Zeit später von starken Hustenanfällen geplagt. Ich schob es anfänglich auf einen weiteren Asthmaanfall, nachdem ich dann aber nach gut einer Woche immer noch keine Linderung verspürte, schlimmer noch, absolut geschwächt war, blieb ich erst mal drei Tage im Bett. Am vierten Tag ging ich wieder ins Büro, um eine Stunde später den Doktor anzurufen und um einen kurzfristigen Termin bat – ich merkte schon, irgendwas ist nicht in Ordnung. Beim Arzt dann die Diagnose: Lungenentzündung!Das bedeutete  Antibiotika, Bettruhe, und natürlich kein Training. Der Duathlon in Ostholland (Mönchengladbach) wurde abgesagt, meine Felle für die anstehenden Wettkämpfe sah ich davon schwimmen. Nach langen drei Wochen der Untätigkeit (und einem Verlust von knapp vier Kilogramm!) besserte sich mein Zustand, die medizinische Freigabe zum lockeren Training wurde erteilt (wobei ich auf das Schwimmen noch verzichten solle) und langsam komme ich jetzt wieder in das geregelte Training.

Trotzdem fehlen mir natürlich etliche Kilometer und Stunden, und auch die Intensität des Trainings ist eine andere als geplant. Momentan bewege ich mich überwiegend auf dem Rad, anfänglich mit knapp zwei Stunden, inzwischen sind die Umfänge etwas größer geworden. Und auch mit dem Laufen habe ich wieder angefangen – im Schnitt 5,40 min/km bei einer Länge von 8 – 10 Kilometern.

Vergangenes Wochenende dann ein erster Härtetest. Die von mir initiierte gemeinsame längere Ausfahrt mit dem Fortuna Düsseldorf Triathlon Team wurde in Angriff genommen. Mit Mannschaftstärke (elf Personen) wurde vom Hauptbahnhof Düsseldorf die Stadt Koblenz avisiert. Dort angekommen fuhren wir zum eigentlichen Startort, dem „Deutschen Eck“.

Ein Mannschaftsfoto und los ging es. Ich war mir nicht sicher, ob mein ach so geschwächter Körper überhaupt imstande sein sollte, eine solch doch lange Tour zu überstehen. Aber als „Präsident“ und Organisator dieser Ausfahrt konnte und wollte ich nicht kneifen. Einmal aus Koblenz raus, ging es über Radwege und Bundesstraßen mehr oder weniger immer am schönen Rhein lang.

Nachdem sich die Truppe gefunden hatte, lief der Rot-Weiße Express wie geschmiert. Die etwas weniger Trainierten konnten sich im Windschatten halten, während vorne teilweise richtig Tempo gebolzt wurde. Nach gut 90 Kilometern ein erster Stopp. Sportgerechte Ernährung musste her – ich entschied mich für Currywurst mit Pommes Fritten, aber ohne Mayonnaise!- *g

Die Stadt Köln rückte näher und somit unser Vorhaben, die Domplatte friedlich, aber doch gezielt zu übernehmen. Es gelang, wie das Foto beweist. Nachdem wir dem Chaos rund um die Bahnhofskappelle entkommen waren, ging es auf die letzten Kilometer zur schönsten Stadt am Rhein. Ziel war letztendlich das „Uerige“, einem traditionellem Brauhaus in der Düsseldorfer Altstadt.

Das Altbier haben wir uns nach 151 Radkilometern sicher redlich verdient.

Wichtig für mich war die Erkenntnis, nach der langen Krankheit ohne Probleme eine solche Tour absolviert zu haben, jetzt schaue ich etwas entspannter in die Zukunft, was die Wettkämpfe betrifft. Mir ist bewusst, dass ich meine Erwartungen an Zeiten abschminken kann, aber ich sollte wenigstens ins Ziel kommen können. Und wer weiß, vielleicht war die längere Pause gar nicht mal so verkehrt.

Anfangs war ich noch voller Zweifel, ob es denn überhaupt Sinn macht. Inzwischen bin ich aber wieder voll motiviert und hoffe, bis Mitte Juni fit genug zu sein, um den Ein oder Anderen Jüngeren aus meinem Team die Hacken zeigen  zu können.

Erster Wettkampf wird jetzt der „velothon“ Ende Mai in Berlin sein, danach folgen die Triathlons in Bonn, Luxemburg und Düsseldorf – allesamt im Juni. Und dann der Saisonhöhepunkt, die Challenge Roth.

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