Was interessiert mich mein Geschwätz von gestern?

BmcincozumelVersöhnliches Ende der Saison, BerlinMan und dann Füße hochlegen?

Pustekuchen! Keine Ahnung was mich geritten hat, vielleicht die zehn Tage Regeneration und das anschließende immer noch vorhandene gute Trainingsgefühl? Vielleicht die Tatsache, dass ich mit mir noch nicht im Reinen war, was die Langdistanzen 2014 betrifft? Vielleicht die Chance, meinen Reiseveranstalter und Freund Hannes Blaschke leiden zu sehen? (Hannes gibt in 2014 sein Ironman-Comeback, nach gefühlten 25 Jahren Nichtstun. *g)

 

Fakt ist: Das Jahr 2014 ist noch nicht zu Ende – und ich auch noch nicht.

Also kurzerhand für den Ironman Cozumel/Mexico gemeldet. Wie ein Profi – nicht Monate vorher, sondern kurzfristig, weil die gute Form noch (oder wieder) da ist. CozumelironmanJetzt wünsche ich mir im Herbst ein Wetter, dass zumindest am Wochenende noch die ein oder andere lange Radausfahrt zulässt. Laufen und Schwimmen kann ich ja bei jedem Wetter.

Apropos Laufen: Hier mache ich seit meinem Unfall, der sich heute erstmalig jährt, richtige gute Fortschritte. Bis vor kurzem noch mit Schnitt von 6.15 min/km unterwegs (dem Beckenringbruch geschuldet), „rase“ ich jetzt aktuell mit 5.15 min/km durch die Straßen Düsseldorfs (gemessen bei Läufen > 10 Kilometer).

Auch ein Grund, es zum Ende des Jahres noch einmal wissen zu wollen. Dass Cozumel eine Karibikinsel ist, mich vor Ort eine sensationell schöne Hotelanlage erwartet, die Freude auf weiße Strände, Korallenriffe und Stachelrochen, all das spielt natürlich bei meinen Überlegungen überhaupt keine Rolle. *g

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Versöhnliches Ende

Peter D. in Berlin

Peter D. in Berlin

Die Saison ist vorbei – für mich zumindest.

Kein Wettbewerb mehr zum Jahresende, Haken unter 2014 setzen und Füße hochlegen.

Nach den beiden Langdistanzen und den „DNF“ sollte es noch zu einem positiven Jahresausklang kommen. Auf dem Terminkalender stand der, nur alle zwei Jahre stattfindende, BerlinMan. Unschwer zu erkennen, wo dieser stattfand.

Bei diesem Wettbewerb handelt es sich um die m.E. klassische Mitteldistanz mit 2,2 Kilometer Schwimmen, 90 Kilometer Radfahren und einem abschließenden 20-Kilometerlauf.

Ort des Geschehens: Wannsee und Grunewald.

Die Voraussetzungen im Vorfeld waren auch hier nicht sehr gut. Die Wettervorhersage versprach Regen, am Vortag war meine Stimme komplett weg (Stimmbandentzündung?) und überhaupt. Aber Fortuna Düsseldorf gewann zum ersten Mal in dieser Saison (3:0 in Aue) – doch ein gutes Zeichen?

Ich war gewillt, zu finishen, egal wie. Nicht nach Frankfurt und Roth wieder ein DNF (obwohl, dreimal ist Bremer Recht – aber bin ich Bremer?). Sonntagmorgen bereits früh mit den Rädern zum Start, unterwegs kam der angekündigte Regen; daher waren die Klamotten, die ich beim Wettkampf tragen wollte, schon jetzt klitschnass. Die Stimme war immer noch nicht vollends da, aber die bräuchte ich für einen Start/Ziel-Sieg ja sowieso nicht – aber in der Wechselzone das ein oder andere Wort mit den Mitstreitern zu wechseln, beruhigt mich immer etwas. Musste diesmal leider größtenteils ausfallen.

Mit gemischten Gefühlen ging es zum Schwimmstart. Zum Strand ging es eine Treppe hinunter, 89 Stufen – laut Veranstalter. Problem: Diese mussten wir nach dem Schwimmen auch wieder hoch, um in die Wechselzone zu gelangen.

Das Schwimmen verlief überraschend gut. Von Beginn an konnte ich kraulen, eine Seltenheit für mich. Natürlich wurde ich im Verlauf auch von den nachfolgenden Rotkäppchen überholt (ich war in Startgruppe 1, alle männlichen Rentner und alle Frauen mit Badekappe schwarz). Aber das störte mich nicht, ich zog meine „Bahnen“ im Wannsee und dachte unentwegt an Conny Froboess

Auszug:

Pack die Badehose ein,
nimm dein kleines Schwesterlein

Und dann nischt wie raus nach Wannsee

Ja, wir radeln wie der Wind durch den Grunewald geschwind

Und dann sind wir bald am Wannsee

Hei, wir tummeln uns im Wasser wie die Fischlein, das ist fein

Und nur deine kleine Schwestern, nee, die traut sich nicht hinein

Pack die Badehose ein, nimm dein kleines Schwesterlein

Denn um Acht müssen wir zuhause sein

Bis um Acht sollte ich es eigentlich schaffen. *g

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Frankfurt, Roth, Feierabend

Challengerothtv

Zwei Wochen nach meinem nicht gefinishten Ironman in Frankfurt, habe ich „natürlich“ die Challenge Roth nicht gefinisht – und doch viel Spass gehabt

Allerdings ging der Wettkampf nicht optimal los. D.h., eigentlich doch: Von Beginn an konnte ich kraulen, keine Asthmaprobleme, deshalb kein Brustschwimmen erforderlich!

War also auf Bestzeitkurs, bis ich nach der Wende bei ca. zwei Kilometer einen dermaßen „auf die Fresse bekam“, dass ich blutend ans Ufer geschwommen bin. Kurz geprüft, ob alle Zähne drin sind, die Nase befühlt, und weiter ging’s, allerdings mit Brummschädel. ;-(

Beim Radeln unter tropischen Bedingungen dann nach zehn Kilometer der erste Gruß eines Vereinsmitgliedes, der unter einem Sonnenschirm saß, weil er sich auf dieser kurzen Strecke bereits fünfmal übergeben musste…

Nach 35 Kilometer fiel vor mir eine Frau vom Rad, Kreislaufkollaps. Also kümmerte ich mich erst mal, leistete Erste Hilfe, beruhigte sie etc. Nach knapp 10-15 Minuten kam dann ein Moped mit einem Race Marshall, der dann einen Sanitäter rufen konnte – und ich fuhr weiter.

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„Das passt mir jetzt aber gar nicht…“

Profi und Profi-Lehrling: Timo Bracht (rechts) und Peter

Profi und Profi-Lehrling: Timo Bracht (rechts) und Peter

…dieser Satz fiel spontan, als mich ein Mitarbeiter der Agentur Roth und Lorenz aus Stuttgart anrief.

Was war geschehen? Nun – warum auch immer – habe ich an einem Gewinnspiel von runnersworld.de teilgenommen. Es galt einen Startplatz für den Ironman Frankfurt zu gewinnen. Aber das allein war es ja nicht, das Gesamtpaket war verlockend.

Zusätzlich hätte man nämlich noch einen Trainingstag mit dem Power Horse Triathlon Team erleben dürfen, während des Aufenthaltes in Frankfurt konnte man im Race Hotel, dem Interconti nächtigen, es wurde zudem für die An- und Abreise sowie für den gesamten Aufenthalt die neue V-Klasse von Mercedes zur Verfügung gestellt.

Aber – ich gewinne ja eh nicht! Und dann fiel mir auch noch auf, dass am gleichen Tag in Düsseldorf der t3 Triathlon stattfindet. Hier eingebunden die von mir initiierte erste Fortuna Düsseldorf Triathlon Vereinsmeisterschaft. Da muss ich als „Cheffe“ doch dabei sein!

„Das passt mir jetzt aber gar nicht“ war also meine spontane Reaktion, als mich der Mitarbeiter der Agentur zu meinem Gewinn beglückwünschte. *g

Nun, kurze Rede langer Sinn. Natürlich habe ich mich nach reiflicher Überlegung (circa zehn Minuten) beim Ironman Frankfurt angemeldet und die Agentur entsprechend informiert. Danach ging alles sehr schnell.

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Hasta la vista, IM Frankfurt

IM Frankfurt Drittplatzierte Gina Crawford

Kurz vor dem Ziel: die Drittplatzierte, Gina Crawford.

Das war’s dann wohl, Ironman Frankfurt. Für die Elite mag das ein tolles Rennen sein, für die Finisher, zumindest die, die zwischen 19 und 22 Uhr reinkommen, ist es das nicht (mehr).

3000 Leute sollen teilgenommen haben, zu unseren Zeiten vor ein paar Jahren waren es 2300. Das galt damals schon als zuviel für die Radstrecke, die je eher flach und wenig selektiv ist. Vor ein paar Jahren hat ein Startplatz schon 400 Euro gekostet, heuer dem Vernehmen nach 600 Euro.

Für dieses Geld wurde den Männern und Frauen der letzten Stunden vor Zielschluss eine Laufstrecke geboten, in der sich niemand mehr der Race Marshalls und Helfer darum kümmerte, ob da Hinz & Kunz mit Kind & Kegel auf & ab rödelte, Nilgänse & Enten gefüttert wurden oder ein paar Besoffenen im Weg rumhingen.

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AK-Sieg beim Ironman Austria: Zum zweiten Mal nach Hawaii!

Klagenfurt_2014

Jürgen Strott beim Ironman Klagenfurt 2014.

Der Ironman Austria findet fast schon traditionsgemäß eine Woche vor dem Ironman European Championship in Frankfurt statt. Deswegen schieden Kraichgau und Moret als Vorbereitungswettkämpfe für mich aus. Stattdessen nahm ich die flache ‚Drückerstrecke‘ von Ingolstadt, auch als ideale Ergänzung zum bergigen Trainingslager in der Toskana.

Geschwommen wird im Wörthersee und die letzten 1000 Meter im nur zehn Meter breiten Lendkanal. Hier kann man dann wirklich von ‚Hauen und Stechen‘ sprechen, Körperkontakt und Durchsetzungsvermögen sind unvermeidlich. Die Radstrecke ist traumhaft schön, sofern man während des Rennens ein Blick dafür haben kann. Sie führt in zwei Runden die Südseite des Wörthersees entlang zum Faakersee, über die Berge parallel zur Drau und zurück nach Klagenfurt mit insgesamt 1700 Höhenmetern. Die Laufstrecke ist dafür potteben und nimmt sich in einer doppelten Wendepunktstrecke die halbe Nordseite des Sees vor, bevor sie über das Zentrum von Klagenfurt wieder zurück führt.

Was mich besonders an Klagenfurt reizt, sind – neben der Landschaft – die kurzen Wege. Schwimmstart, Wechselzone Rad/Laufen und Ziel lassen sich alle in etwa fünf Minuten zu Fuß erreichen. Das Begleitpersonal kann Schwimmstart und -ausstieg beobachten, den Radsplit zweimal begutachten, beim Laufen bis zu 4-mal anfeuern und Zwischenstände zurufen und ist immer noch rechtzeitig beim Zieleinlauf.

Ich kannte aus dem Internet die Ergebnisse meiner Gegner und wusste, alle drei hatten z.T. mehrfach auf Hawaii an der Weltmeisterschaft teilgenommen. Jeder von Ihnen war in zumindest einer Disziplin in früheren Rennen schneller als ich es sein würde. Aber jeder hatte auch seine Schwächen. Es kam also auf die Tagesform an.

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